18.06.2008

Untersuchung und Urteil über: Die Tobrische Rabenwacht

Angeklagter: Die Tobrische Rabenwacht

Wohnhaft in: http://www.silberraben.net.ms/

Denunziert von: Koram Tassenschock (Name von den Richtern geändert)

Die Anklage:

Die Golgariten der “Tobrischen Rabenwacht” werden bezichtigt, übelste Poserei zu betreiben, Minderjährige zum Waffengang zu zwingen, eine billige Rum-Schwarzwurzelsaftpanscherei als religiösen Trunk zu verherrlichen und des Weiteren unschuldige Koranhänger zu verleumnden.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Eine Untersuchung in den Sümpfen des religiös-fanatischen Milieus ist keine leichte Aufgabe. Nicht einmal für die hochwohlgeborenen Schafrichter. Sehr unangenehme Sache.

Aber die zahlreichen blinden Göttinen mit Waagen und scharfen Schwerter sind auf unserer Seite, weswegen wir keinerlei Scheu hegen, uns mit einem alten Raben und so einem vergesslichen Schläfer anzulegen. Frisch auf, ans Werk der Rechtsprechung!

Die Beschuldigten zogen, sobald sie von ihrer gerichtlichen Verfolgung erfuhren, alle Register - und schlossen kurzer Hand ihr Forum. Mit der fadenscheinigen Ausrede, dieses sein von unsäglichen Spamdämonen heimgesucht. Doch so leicht lassen sich die Schafrichter nicht abschütteln! Durch ebenso intensive, wie peinliche Befragung einiger Zeugen, konnten wir uns ein recht genaues Bild vom Treiben jener morbiden Gläubigen verschaffen.

Zum einen scheinen sie, wie viele andere Orden auch (das Wort “Sekte” wollen wir vorerst noch vermeiden), innerhalb ihrer Gemeinschaft relativ straff organisiert zu sein. Sie haben dermaßen viele Titel, dass es uns einfach zu müßig war, sie hier alle auf zu zählen. Wo kämen wir denn sonst auch hin?!

Doch nun zum wesentlichen: Der Anklage! Betreibt die “Tobrische Rabenwacht” Poserei der übelsten Sorte? Nun, es lässt sich wohl kaum leugnen, dass ihre Angehörigen von mehreren Unbeteiligten dabei beobachtet wurden, wie sie sich hektisch für einen extra angereisten Fotografen aufreihten, dabei (meistens) entsprechend grimmig guckten und sich von selbigen besonders vorteilhaft ins Licht stellen ließen. Die Eitelkeit!

Auch die von ihnen selbst veröffentlichen Bildnisse ihrer Mitglieder sind keineswegs einfache Schnappschüsse, sondern vielmehr wohlberechnet. Wie zum Beispiel diese hier:

                     Ratter Rihjan                                 Morla

Wír denken also, zum Thema Übelkeit und Posen muss nichts mehr hinzu gefügt werden.

Und nun die Minderjährigen. Solle es wahr sein, dass diese schwarz-weißen Geflügelanhänger tatsächlich kleine Kinder im Krieg verheizen? Gott des Vergessens hin oder her, so etwas sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Tatsächlich wurde uns bestätigt, dass in ihren Reihen - und zwar ganz vorne! - ein noch lange nicht ausgewachsenes Bürschchen bis unter die Zähne bewaffnet, ehrbaren Feinden Schwierigkeiten zu bereiten versucht. Leider scheint er das bei den Golgariten herrschende Schweigegebot recht ernst zu nehmen, denn auch auf unsere dringlichsten Anfragen hin, erhielten wir von ihm nur ein wages Achselzucken zur Antwort. Die Vermutung, dass dieser Knappe noch nicht volljährig ist, liegt allerdings nahe, denn wir hörten von unseren gewieften Informanten, dass er es “ganz okay” fände, “ohne seinen Papa auf Con zu fahren”. Aha! Also weiter im Text.

Bei unseren akribischen Recherchen fiel uns ein großer, schwerer und den Angeklagten irgendwie zugehöriger Schmied in die Hände, der zwar erst einmal drei unserer besten Gerichtsdiener mühelos unter den Tisch trank, aber nach dem fünften Fäßchen Schnaps doch fröhlich verlauten ließ, nun sei es durchaus an der Zeit, noch ein Gläschen “Golgaris Wacht” zu sich zu nehmen. Leider war keiner unserer Mannen noch körperlich in der Lage, dieser Einladung Folge zu leisten, weswegen die Zusammensetzung dieses Trunkes wohl weiterhin ein ungelüftetes Geheimnis verbleiben wird. Die Tobrische Rabenwacht arbeitet mit allen Mitteln!

Was die Verleumndnungen anbelangt, so können wir aus erster Hand berichten. Ein von uns eingeschleuster Spion hörte den zu diesem Zeitpunkt befahlshabenden Ritter folgende Worte sprechen:

Wenn ich diesen zensiert von einem zensiert Koranhänger erwische, dann knüpfe ich ihn am nächsten Baum auf!”

Und bei weiterem Nachharken:

Korim? Der soll mir nur unter die Augen treten, falls er es wagt, dieser zensiert!”

Harsche Worte, fürwahr, jedoch ob sie verleumnderisch sind, bleibt fraglich, denn der einzige Fürsprecher, den wir für besagten Geweihten des Kor finden konnten, war selbst von zweifelhaften und so blutrünstigem Rufe, dass wir uns nicht länger als unbedingt nötig, in seiner Gesellschaft aufhalten wollten.

Kommen wir also kurzerhand und ohne weitere Umschweife zu unserem Urteil.

Das Urteil:

Die Tobrische Rabenwacht, Schwinge des Heiligen Golgari, Boronis ihres Zeichens, werden der Poserei übelster Art für schuldig erklärt. Sie haben im Zuge dieser Verurteilung ihre Schuldigkeit abzutragen, indem sie folgendes Zitat aus ihrer eigenen Satzung einhundert Male laut auf dem öffentlichem Marktplatze ausrufen:

“Desweiteren fällt in ihren Aufgabenbereich die Seelsorge von geistig Verwirrten.”

Der waffeninvolvierten Beschäftigung zumindest eines noch nicht volljährigen Knabens sind sie zumindest schwer verdächtig; da der Betreffende allerdings selbst sein Los nicht ernsthaft zu beklagen scheint, erachten die Schafrichter nur eine scharfe Ermahnung für notwendig, den jungen Mann auch weiter hin an einem Stück durch die Gegend zu schleifen.

Schwarzwurzelsaftpanscheri konnte den Angeklagten nicht nachgewiesen werden. In diesem Punkt werden sie fürderhin als unschuldig angesehen. Eventuell folgt möglicher Weise eine weitere Anklage an den Schmied der Schwinge, da er drei Gerichtsdiener beschädigte.

Da die Unschuld des genannten Korgläubigen selbst noch unklar ist, kann dem zu Folge auch keine Verleumdnung des Selben statt gefunden haben. Quod erat demunstrandum.

 Die Verhandlung ist geschlossen.

13.04.2008

Untersuchung und Urteil über: Lady Sha`del Le`nora, Elfe

Angeklagter: Lady Sha`del Le`nora, Elfe

Wohnhaft in: http://www.lenora.berlin-larp.de/Gewandungen/Gewandungen.html

Denunziert von: einer neidischen Zicke

Die Anklage:

Die Hochelfin Lady Sha`nel Le`nora steht heute als erste denunzierte Einzelperson öffentlich vor diesem höchsten Gericht, da ihr zur Last gelegt wird, die irgendwann zwangsläufig mit dem Tode mehrerer Individuen enden werdender Gewandungswettrüstspirale ins Bodenlose zu treiben und bei bis dato unauffälligen Bürgern und Bürgerinnen Neidattacken, so wie Heulkrämpfe und unkontrollierte Shoppingeskapaden auszulösen.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Vorweg sei angemerkt, dass der erste Vorsitzende eine disziplinarisch notwendige, zeitlich begrenzte Enthebung seines Amtes erfuhr, nachdem drei Gerichtsdiener von Nöten waren, die Poster, welche die Angeklagte zeigten, von der Decke über seinem richterlichen Bett zu entfernen. Der zweite Vorsitzende übernahm den Fall, bei welchem ihm sein geschultes Auge für Esthetik und textiles Werken nach eigener Aussage von Nutzen sein wird.

Über einen längeren Zeitraum hinweg, observierten die Schafrichter das Tun und Handeln der Dame Le`nora, wobei eine beträchtliche Menge an Beweismaterial zusammen getragen werden konnte, da es sich offensichtlich bei der Betreffenden um eine der durchaus bekannteren Persönlichkeit im Larpland handelt. Wir fanden ihre Spuren in zahlreichen Foren, einschlägigen Plattformen und gar der Fachpresse. Letzteres genauer gesagt, auf dem Titelblatt des Magazins “Larp-Zeit”, wie hier eingesehen werden kann:

Dies allein, ist selbstredend schon alleine für sich ein Grund, die befürchteten Neidattacken auszulösen, jedoch ist das bei Weitem noch nicht alles! Die Angeklagte gewann des Weiteren diverse begehrte Trophäen, wie Platz eins des Fotowettbewerbes von Larp-events (476 Stimmen), oder den Hauptpreis des Gewandungswettbewerbes von Serious Games, Berlin. Folgendes, nicht nachgestellte Bild kann vorgelegt werden:

Klar, das man die Dame mit der Waffe wählt. Bleibt einem ja auch wenig anderes übrig.

Aber eine abgegebene Stimme, ist nunmal eine abgegebene Stimme.

Verwunderlicher Weise, mussten wir bei unseren Recherchen einräumen, dass die Angeklagte es vortrefflich meistert, sich den Anschein von Bescheidenheit und Schamgefühl zu geben. So gekonnt, dass selbst wir nicht an der Wahrhaftigkeit dieser ziemlichen Eigenschaften zweifeln können. Es fanden sich mehrere zuverlässige Zeugen, die uns unter Eid versicherten, Lady Le`nora hätte ihnen selbstlos und ohne erkennbare Hintergedanken bei der Gestaltung von Gewandung zur Seite gestanden. Das könnte ihr bei der Urteilsfindung durchaus positiv angerechnet werden.

Doch wie steht es um den tatsächlichen Neidfaktor bei Mitlarpern?

Wir zitieren hier wörtlich aus ihrer Kommentarleiste bei LarpeR.ning:

Ich bin dein Näh Fanboy…

…ich finde deine Kleider echt klasse, ich bin auch fleißig am nähen aber das bedarf noch einiger Übung bis ich das so hinbekomme wie du :D

Ach du lieber Wald! Es gibt sicher keine besserangezogene Frau - ach, was sag ich (?!), Person! - im deutschen Liverollenspiel.

Dein Oberteil kenn ich ja - hammergeil wenn ich das so sagen darf. Beneide ja Menschen die in solchen Bereichen talentiert sind.

Ich schließe mich mal dem allgemeinen Tenor hier an.
Deine Kostüme sind echt wahnsinnig schön

Achenar ebenfalls zum Gruße, kann mich meinem Bruder Jamerik nur in beiden Punkten anschließen… Richtig zum neidisch werden

Die ganzen Gewandungen sehen sehr ansprechend aus, auch für eine Elfe^^

Und was sagt die Angeklagte dazu? Das hier:

*froi* .. aber nichso viel schleimen da rutsch ich trottel doch nur aus ;) :P ^^ Aber DANKE euch allen :) - da lohnt sich die ganze arbeit doch :)”

Ja, das Wörtchen “Neid” fand sich durchaus auch ab und zu, jedoch ist der allgemeine Tenor eher bewundernd, denn mißgünstig.

Noch zu sagen bliebe, dass uns zugetragen wurde, die Beschuldigte zeige sich durchaus bereit, den ansonsten meist eher zu kurz kommenden NSC, die zu ihrer Rolle passenden Kleider zu schneidern und somit den allgemeinen Wert eines Spiels an zu heben.Um noch einmal auf den Anklagepunkt ”Verleitung zum Shoppingwahn” zu sprechen zu kommen: Leider fehlten uns Aussagewillige, die mutig genug gewesen wären, sich vor dem hohen Gericht als Geschädigte zu outen, obwohl ein schwerer Verdachtsmoment vorliegt.

 Das Urteil:

Die Dame Sha`del Le`nora wird anhand ihrer zur Schaustellung ettlicher weit über dem Durchschnitt liegender Gewandungen für schuldig befunden, sich massiv am Wettrüsten in Punkto Larpbekleidung beteiligt zu haben. Da dies schwerwiegende Konsequenzen für die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung nach sich ziehen kann, ein Umstand, dem keine geringe Bedeutung beigemessen werden darf.

Freigesprochen wird die Hochelfe von der ihr zur Last gelegten Beschuldigung,  Ubescholtenen körperlich und seelisch schädigende Neidkrämpfe verursacht zu haben.

Keinerlei Aussagen von Leidtragenden konnten protokolliert werden, was das vermehrte Auftreten von unkontrolliertem Shoppingwahn im Zusammenhang mit der von ihr veröffentlichten Bildern beweisen würde, weswegen Lady Le`nora auch in diesem Punkt nicht verurteilt werden kann.

Alles in allem kommt die Angeklagte also mit 3 Tagenauf Bewehrung davon, mit der  Auflage, in dieser Zeit die Robe des zweiten Vorsitzendes Schafrichters per Hand und Nadel, unter der Verwendung von feinstem Goldfaden, mit 268 hingerichteten Schafen zu besticken.

Die Verhandlung ist geschlossen.

15.02.2008

Untersuchung und Urteil über “Larpmagier.de”

Angeklagter: Larpmagier.de

Wohnhaft in: http://www.larpmagier.de

Denunziert von: Filmofax Funkenfinger

Die Anklage:

Larpmagier.de wird bezichtigt, der breiten und unwissenden Masse, brisantes arkanes Material offen und unkontrolliert zugänglich zu machen und somit die allgemeine Sicherheit zu gefährden.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Tatsächlich mussten sich die Schafrichter bei dieser Falluntersuchung durch einen enormen Haufen von arkanem Wissen wühlen, welches für Uneingeweihte ebenso ermüdend, wie verwirrend sein kann.

Den Göttern sei Dank, sind die Sachbearbeiter dieser Anklage in keinster Weise anfällig, was die Auswirkungen von Verwirrung und Ermüdung anbelangt, sondern verfolgen mit eisernem Willen ihr selbst gestecktes Ziel: die Aufklärung!

Zum Zeitpunkt der Untersuchung, befinden sich genau 79 Seiten diverser magischer Abhandlungen verschiedenster Herkunft im Archiv des Beschuldigten - sie sind allesamt tatsächlich für Jedermann frei zugänglich und weisen keinerlei Sicherheitsmaßnahmen auf. Sehr bedenklich!
Der Betreiber der Seite behauptet dort, das Projekt sei geschaffen, um „möglichst viele Informationen, Texte, Hilfsmittel, etc. zum Thema “Magie im LARP” zu sammeln, sei es für Stubenhocker-Akademiemagier, Elfen-Weber, Alchemisten, Schamanen, etc.“, wobei er mit keinem Wort erwähnt, wie er es anstellen will, dass einzig und allein diese qualifizierten Köpfe darauf Zugriff erhalten sollen. Ein einziges, gigantisches Sicherheitsrisiko!
Auch der Satz: „Jeder kann mitmachen!“ lässt eine gewisse Unbedarftheit erahnen, was die Brisanz des hier angebotenen Materials anbelangt.

Jeder kann mitmachen? Was ist denn, bitteschön, wenn da plötzlich kleine Kinder mitmachen wollen und völlig unvorbereitet mit den „Grundlagen der Golemetik“ herum spielen, oder sich aber auf „Reisedudels Wetterzauberei“ einlassen? Die Folgen wären nur mit einer gehörigen Portion guten Willens, den die Schafrichter bekannter Maßen nicht besitzen, als „katastrophal“ zu bezeichnen.

Dass Larpmagier.de den Ernst der Sache vollkommen verkennt, zeigt sich nicht zuletzt an seinem Hinweis 2“, welcher da lautet:
„Diese Seite beschäftigt sich mit Magie im Live-Rollenspiel. Das bedeutet, keines der hier beschriebenen Themen ist als Anleitung für “echte” Magie gedacht (an die zumindest der Webmaster nicht glaubt), sondern lediglich für den spielerischen Umgang mit fiktionaler Magie innerhalb des LARP.“

Spielerischer Umgang?! Mit Magie? So geht es ja nun wirklich nicht! Zwei solchermaßen ernsthafte Themen, wie Larp und auch Magie, in Zusammenhang mit den Bezeichnungen „spielerisch“ und „fiktional“ zu bringen, beweist klar und deutlich und jenseits jeglicher Diskussionsmöglichkeit, wie wenig sich der Angeklagte mit den möglichen und unumkehrbaren Auswirkungen seines Tuns auseinander gesetzt haben kann.

Die Schafrichter haben genug gesehen, um zu einem Urteil kommen zu können.

Das Urteil:

Hiermit wird der Angeklagte unwiderruflich dazu verurteilt, die Sicherheitsstandards seiner Seite auf ein annehmbares Level hoch zu setzen. Das heißt, die Anbringung von mindestens je einem arkanen Hochsicherheitssiegel der Stufe 17 pro veröffentlichtem Text, welches den Zugang auf solcherlei machtvolles Wissen nur den Eingeweihten erlaubt, und Unbedarfte somit vor sich selber und ihrer eigenen Neugierde schützt.

Die Verhandlung ist geschlossen.

05.11.2007

Untersuchung und Urteil über “Der Larpfotograf”

Angeklagter: Der Larpfotograf

Wohnhaft in: http://derlarpfotograf.de

Denunziert von: einem Schafrichter

Die Anklage:

Der Larpfotograf wird angeklagt, Rassen- und Geschlechterübergreifend, erotisches Bildmaterial der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies könnte unter Umständen zur Verletzung des persönlichen Schamgefühls, der Gefährdung der fragilen jugendlichen Moral, so wie zu ungewollten körperlichen Reaktionen führen.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Puh… Das war wohl die schwierigste, langwierigste und trotzdem mit die unterhaltsamste Materialsichtung, der sich die Schafrichter bisher freiwillig unterzogen haben.

Der Larpfotograf hortet auf seiner Seite sage und schreibe hunderte von Bildern, unterteilt in Kategorien wie “Larp”, Mittelaltermärkte”, “Projekte”, “Bandfotos” und auch “Pin Ups”. Erstere und Letztere sind natürlich von besonderem Interesse für diese Verhandlung. Damit der Leser auch nur annährend in der Lage ist zu verstehen, welchen Mühen wir uns im Namen der Gerechtigkeit unterworfen haben, mag hier erwähnt werden, dass allein unter der Überschrift “Conquest of Mythodea 2007″, 333 Bilder einsortiert wurden. 518 waren es auf selbigem Spiel von 2005, der “Mittelalter Markt Braunschweig”, glänzt immerhin noch mit bescheidenen 154 Fotos. Und wir haben sie uns angeschaut! Diese und noch viel mehr, weswegen wir uns gezwungen sehen, die Rechnung unseres Augenarztbataillons dem Träger der Gerichtskosten zu überantworten.

IMG_9525.JPG

Lobenswert ist, dass wir nicht in der Lage waren, Anstössiges unter scheinbar harmlosen Überbegriffen zu finden, wie etwa nackt abgelichtete Orks, versteckt in der Rubrik “Apfelwein Sommerfest 2004″. So etwas kann zu Skandalen führen!

Halbnackte Orks, sowie Zwerginnen in Strapsen und Hobbitdamen in Reizwäsche entdeckten wir aber nichts desto trotz. Und zwar, wie vermutet, bei “Pin Ups”. Die ohnehin stickige Luft in unserem Rechercheraum knisterte nur so vor erotischer Spannung, ein Praktikant verlor das Bewusstsein und ungeahnte Verlangen wurden schamhaft in dunkelste Ecken verbannt. Doch die Schafrichter stellen sich auch den heimtückischsten Aufgaben, in der Hoffnung das LARP sauber zu halten!

Wir mussten feststellen, dass der Larfotograf vor rein gar nichts zurück schreckt. Keine uralte Tradition ist ihm heilig, kein Thema zu heikel und die Rache kampferprobter Zwergenclans schein er auch nicht im Geringsten zu fürchten, denn sonst würde er sich nicht erdreisten, solcherlei Bilder teilrasierter Zwergendamen zu veröffentlichen:

Die “Marilyn Monroe der Hobbits” zeigt ihrerseits völlig enthemmt und ungeniert fast ihr Knie, ein Orkcharmeur stellt seinen Lendenschurz zur Schau und einzig Dornröschen hält sich narkoleptisch züchtig bedeckt.

Als wäre dies alles nicht Grund genug, sich so aufzuführen, als hätte man gerade einen Großeinkauf in unscheinbaren, braunen Papiertüten nach Hause zu tragen - also unauffällig -, setzt der Angeklagte dem Fass auch noch die Krone auf, indem er selbstsicher verkündet, seine Werke demnächst als Bildband feil zu bieten. Das Orkisches Erotikmodell gibt es allen Anscheins nach bereits als Poster zu bestellen.

Wir haben genug gesehen, um direkt zu unserem Urteil zu kommen.

Das Urteil:

Hiermit erklären wir den Angeklagten Larpfotografen schuldig, anstößiges und Jugend gefährdendes Bildmaterial zu produzieren und  zu verbreiten. Der Einspruch, dass die Jugend, welche durch die Betrachtung seiner Machwerke potentiell gefährdet werden könnte, teilweise bereits über 200 Jahre alt sei, da es sich zum Beispiel um zwergische Minderjährige handele, wurde zur Kenntniss genommen und abgewiesen. Kind bleibt Kind, und sei es auch noch so alt.

Auch der Verdacht, dass die Bilder zu ungewollten körperlichen Reaktionen, wie ein eventuell gefährlicher Blutstau in diversen Organen, führen könnten, wurde von einem Amtsarzt nach der Untersuchung unseres noch immer nicht zu Bewusstsein gekommenen Praktikantens betätigt.

Der Larpfotograf wir folglich verurteilt, dem Hohen Gericht mindestens eine Kopie eines seiner Werke zu überlassen, selbstredend nur, um diese zu gegebenem Zeitpunkt als warnendes Beispiel zu verwenden.

(An dieser Stelle erfolgt eine kurze Unterbrechung der Urteilsverkündung. Die Gerichtsstenografin tuschelt errötend dem vorsitzendem Richter etwas ins Ohr. Nach kurzer, aber hitziger Diskussion im Flüsterton, ergreift der Vorsitzende wieder das Wort)

Hinzu kommt die Auflage, dass der Verurteilte hiermit verpflichtet wird, in nähester Zukunft, ein weiteres Pin Up seiner Sammlung hin zu zu fügen: das eines Paladins, auf dass dieser der durch den Angeklagten zu Schaden gekommenen Jugend, ein leuchtendes Beispiel und Vorbild an körperlicher, so wie religiöser Ertüchtigung sein möge.

Die Verhandlung ist geschlossen!

04.11.2007

Untersuchung und Urteil über den Laden “Schriftkundig”

Angeklagter: der Goblin, Betreiber des Ladens “Schriftkundig”

Wohnhaft in: http://schriftkundig.de.tl

Denunziert von: die Petzen von www.Inlarp.de

Die Anklage:

Der namenlose, alte Goblin, Betreiber eines kleinen Lädchens für Schriften und Kurioses, wird bezichtigt, gegen die Gesetze der Mittellande verstoßen zu haben, indem er zum eigenen finanziellen Vorteil, verbotenes Wissen in Bezug auf schwarze Magie anbietet.

Außerdem wir er vom Kläger beschuldigt, in störender Art und Weise von kleinem Wuchs zu sein und zu wuseln.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Sehen wir uns zu aller erst einmal die Immobilie an, um die es hier geht. Erstaunlicher Weise, fiel es uns nicht schwer, den herunter gekommenen Bau in all den ihn umgebenen verwinkelten Gassen zu finden. Muss wohl an der guten Wegbeschreibung liegen. Oder an dem nicht zu überschätzenden Scharfsinn der Schafrichterschergen.

Beim Betreten des Ladens ertönt ein Glöckchen, welches uns aber nur sehr geringfügige Beachtung von Seitens seines Besitzers beschert, der sich als tatsächlich recht klein, aber bemerkenswert unwuselig entpuppt, wie er da hinter seinem Bücher beladenem Tresen hockt. Es riecht seltsam, irgendwie nach “alt” und etwas qualmt ganz ungehörig, wobei es sich wohl um eine besonders unangenehme Variante von Räucherwerk zu handeln scheint.

Wie auch immer dieser Fall ausgehen mag, der grüne Kerl hat Glück, dass die Schafrichter nicht im Auftrag der Baubehörde kommen, denn der Erschaffer dieser Räumlichkeit scheint bei seinem Werk aller größten Wert auf die Vermeidung von rechten Winkeln gelegt zu haben. Alles, das auch nur ansatzweise schief sein könnte, gibt sich jede erdenkliche Mühe, möglichst krumm zu sein, unzähliges, das gestapelt gehört, zeigt sich gehäuft bis getürmt.

Die getrockneten Hühnerfüße, Muschelschalen und Tonmörser lassen wir liegen wo sie sind, da sie uns nicht interessieren, ganz im Gegensatz zu den Schädeln und vergilbten Schriftrollen. Schädel! Unter anderem ganz offensichtlich auch solche humanoider Herkunft, welche wir selbstredend mit sofortiger Wirkung konfiszieren. Wir haben eine böse Vorahnung, den Verwendungszweck dieser Überreste betreffend und werden sie noch genauer untersuchen lassen. Auf Spuren von Nekromantie zum Beispiel.

Wenden wir uns also den Regalen zu, welche erstaunlich gut sortiert zu sein scheinen, ganz im Gegensatz zu dem ersten Eindruck, den sie hinterlassen. Wir erkennen folgende Kategorien: Alchemie, Kräuter, Geschichten, Magie, Feldscher, Adel, Dämonologie und Handel, unter dem Überbegriff “LARP”.

Des Weiteren, unter “Schriften” eingeordnet: “Junge Götter”, “Hexenmeister” und “von Zwergen”.

So, so. “Dämonologie” also. Und Hexenmeister. Junge Götter, darunter kann man ja auch das Eine, oder das Andere verstehen. Sehr viel versprechend, diese Beweismaterialsichtung. Wir sind mit uns zufrieden, wie immer.

Unter “Alchemie” finden wir ausschließlich Unbedenkliches, wie Heiltrankrezepte und Hilfreiches für Wanderer und Pilger. So weit so gut. Die “Steuer und Zensurkomission” war anscheinend auch schon hier, wie wir einer geschwärzten Kräutersammlung entnehmen durften, welche interessante Informationen über die erheblichen Gefahren in unseren heimischen Wäldern beinhaltet. Einige Auszüge dieses Werkes kopieren wir, da sie einen guten Überblick über die Nutzbarkeit der zum Verkauf angebotenen Schriften bieten:

Name: Liebesnest

Aussehen: kleine Knotenpflanze am Boden, unterschiedliche Farbgebungen

Vorkommen: Nahezu überall

Wirkung: vermutlich Aphrodisiakum, eventuell Giftig

Bemerkung: Ein Bestandteil für einen Liebestrank

Vermutlich giftig? Vermutlich! Nun ja… Der Verfasser der Sammlung schien den Großteil der Pflanzen eher geraucht, als gekostet zu haben, wenn man seinen Bemerkungen Glauben schenken darf. Wenden wir uns aber wieder der Anklage, und so mit den dämonologischen Papieren zu.

Wir finden Auszüge aus dem Werk “Das Buch der Dämonen”, Beschreibungen und Erläuterungen über 16 dämonische Kreaturen und eine  Schriftrollen mit dem Titel “Das Haus der Dämonen”. Etwas dürftig, sollte sich ein angehender Beschwörer des Bösen hier her verirrt haben, in der Hoffnung, der Weltherrschaft durch Lektüre näher zu kommen.

Unter “Sonstiges” gibt´s noch nichts Sonstiges und aus dem uns neugierig machenden Regal der Hexenmeister, ziehen wir  lediglich eine “Hasstirade auf Totenbeschwörer” hervor.

Während unserer Beweismaterialsichtung, hat es der alte Goblin weiterhin stur vermieden, irgend etwas zu tun, was auch nur Ansatzweise als “Wuseln” hätte bezeichnet werden können, und auch sonstigen körperliche Tätigkeiten, scheint er eher ablehnend gegenüber zu stehen. Aber klein bleibt er!

Wir sind bereit, unser Urteil zu fällen.

Das Urteil:

Die Schafrichter sind einstimmig überein gekommen, den Betreiber des Ladens “Schriftkundig”, von allen bis auf einen Vorwurf frei zu sprechen, was so zu sagen eine Premiere in der glorreichen Geschichte unserer Juristerei darstellt.

Es wurden keine den Betrachter verderbenden Schriften sicher gestellt, schwarzmagische Bücher und verbotenes Wissen scheint folglich nicht Bestandteil des Verkaufssortiments zu sein, weswegen wir den Ruf des namenlosen Goblins in dieser Beziehung unanfechtbar wieder herstellen.

Zu keinem Zeitpunkt der Untersuchungen erwies sich der Angeklagte als körperlich aktiv in jedwelcher Form, und erhält somit das schafrichterliche Zertifikat mit Brief und Siegel: “unwuselig”.

Tja, leider ist es schlichtweg wahr und nicht zu leugnen, dass der Denunzierte tatsächlich als nicht anders denn “klein” zu bezeichnen ist. Da es sich bei dieser Tatsache zwar um eine allerdings störende, auf der anderen Seite aber um eine rassenbedingte handelt, soll er noch einmal mit einer Verwarnung davon kommen.

Die Verhandlung ist hier mit geschlossen!

17.10.2007

Untersuchung und Urteil über die “Falkenauer Akademie des arkanen Kampfes wider die Finsternis”

Angeklagter: die “Falkenauer Akademie der arkanen Künste wider die Finsternis”

Wohnhaft in: http://www.nebelwoelfe.de/

Denunziert von: Valakor dem Sanftmütigen

Die Anklage:

Der Kläger, welcher nach Wissen der Schafrichter selbst des Öfteren im Dienste der genannten “Falkenauer Akademie” steht, bezichtigt die Selbige

1. Des dekadenten, sowie sturen Lehrens und Lernens von welchem sie nicht einmal in Zeiten der Krisen und größten Not, abzubringen sind.

2. Der (wir zitieren den Kläger hier wörtlich:) „mehr als großzügigen Ver- und Umsorgung ihrer Söldner“, sowie der „königlichen“ Entlohnung ihrer Mitarbeiter. Dies legt den Verdacht auf Verschwendung und Anbiederung bei Angestellten nahe.

3. Der Einschränkung des völkischen Wohlbefindens, in Form von übermäßiger Bier-, Wein- und Metvernichtung.

Folgende Mitglieder der Akademie wurden uns namentlich zur besonderen in Augenscheinnahme empfohlen:

- Adeptus Minor Johann von Schattental, welcher angeblich durch großartig verbalisierte Minimalzauber, seine eigenen Leute zu verletzen pflegt. Wir zitieren: „…ist im Stande, die Formel eines einfachen Feuerballes derart imposant zu intonieren, dass ein jeder Umstehende glaubt, es würde gleich ein Meteor einschlagen, und diesen besagten Feuerball dann allerdings leider einem der eigenen Verbündeten an den Kopf wirft.“

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Wissenswertes über die Falkenau, entnommen der offiziellen Nebelwölfe-Homepage:

„Die hesindianischen Tugenden sind in der Falkenau nicht allzu weit verbreitet. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass den Falkenauern Wissen aus Büchern eher suspekt erscheint und viele der Meinung sind, ein Buch tauge nur zum Feuermachen. Allerdings ist dergleichen nicht böse gemeint. Vielmehr verhält es sich so, dass die ständige Gefahr durch die Schwarzpelze und das Leben in dieser rauen Provinz die Prioritäten verlagert. Denn es bleibt den Falkenauern, zumindest denen des Hochlands nicht viel Zeit für Muße. Geht es allerdings um praktisches Wissen, so wird man lange suchen müssen, um jemanden zu finden, der ähnlich bewandert ist. Eine Ausnahme hier bildet die neu gegründete Akademie der magischen Künste. Zwar befindet sie sich noch im Aufbau, doch haben schon viele reisende Magier ihr Interesse bekundet, sie aufzusuchen, sei es als Lehrmeister oder als Schüler.“

„Ein Buch tauge nur zum Feuer machen“? Und da sollen mächtige Magier her entstammen? Na, na, na! Wir sind gespannt.

Die „Falkenauer Akademie des arkanen Kampfes wider die Finsternis“, treibt ihr Unwesen nach Erkenntnissen der Schafrichter nicht nur auf diversen Cons, sondern auch im Forum der „Nebelwölfe“, derer Gruppe sie angehörig sind. Es scheint so, als träfen sie sich, mehr oder minder regelmäßig, zu so genannten „Freien Konventen der Falkenauer Akademie“, um dort gesellig zu speisen, Wissen auszutauschen und zu trinken.

Wie viele aktive Mitglieder die Akademie zählt, ist leider aus der Homepage nicht zu entnehmen, wohl aber, dass sich diese recht diskutierfreudig und wortgewaltig geben.

Durch einem groß angelegten Durchforstungsangriff auf das Forum der Nebelwölfe, in welchem sich die Angeklagten tummeln, ist es uns gelungen, ein wenig Licht in die finsteren Wirren der arkanen Studiergemeinschaft zu bringen.

- Beschränken sich die Angeklagten auf das Lehren und Lernen, und sei es auch, die Welt ginge unter?

Nun, nach Allem, was die Schafrichter so von ihren überall anwesenden Söldnerspitzeln zugetragen bekommen, ist es in der Tat recht schwierig, die Gelehrten der Akademie dazu zu bewegen, ihre angestammten Plätze in den Hörsälen zu verlassen. Auf Reisen, so wird ihnen nachgesagt, pflegen sie sich in gar gemütlichen, improvisierten Lehrräumen zu verschanzen, welche sie durch den stets einsatzbereiten Zeigefinger seiner Magnifizenz Pataris geschützt wissen. Es mag sein, dass vor den Türen ein, zwei überbezahlte, aber nichts desto trotz unterbesetzte Söldner nach dem Rechten sehen, um die versammelten Magister vor einer unwillkommenen Störung während ihrer ausgedehnten Mahlzeiten zu bewahren. Es wird unter dem Wachpersonal gemunkelt, dass, sollte der Weltuntergang nicht unmittelbar bevorstehen, es kaum je gelang, einen der Magister dazu zu verleiten, in einen Kampfe außerhalb des Akademiegeländes einzugreifen. Vielmehr neigten sie dazu, den Weltuntergang durch das Ziehen von Schutzbarrieren um ihren eigenen Aufenthaltsort, auf neutraleren Boden zu verlagern.

Doch nicht alle Falkenauer sind während Krisenzeiten ausschließlich mit Essen, Lehren und Lernen innerhalb sicherer Räumlichkeiten beschäftigt! Ein gewisser Novize, „Wes“ genannt, gelang es wohl, in seiner Funktion als „Informationsbeschaffer“, folgende Dokumente selbst mit Worten zu füllen: http://picasaweb.google.de/Elchomat/Necro

Des Weiteren verweisen wir auf seinen Kommentar im Forum:

„Als die Akademie umstellt war wurde ich von 4 Leuten abgeschleppt und gegen meinen Willen in Sicherheit gebracht! ” Nicht dass dir was passiert Wes, du bist zu wertvoll” und in einen Schutzkreis mit paar hundert MP gesteckt und bewacht, naja gab da lecker Waffeln *futter*“

Dies bescheinigt dem angehenden Magus, dass er sowohl in der Lage ist, gleichzeitig zu lernen, am Erhalt der Welt außerhalb der Akademie mit zu wirken und zu essen. Ein wahrer Ehrenretter!

Da es sich bei besagtem Wes allerdings noch nicht um ein vollwertiges Mitglied der Falkenauer Akademie zu handeln scheint, müssen wir Schafrichter zu dem Ergebnis kommen: „Schuldig im Sinne der Anklage, Punkt eins“

- Wie steht es um den Verdacht auf Verschwendung von Akademiegeldern und unzulässiger Abiederung bei Personal?

Wir befragten einige, im Dienste der Akademie stehende Söldner, welche es aber aus verständlichen Gründen vorzogen, anonym zu bleiben. So erfuhren wir nicht nur unterhaltsames, die Morgentoilette der Magister betreffend, sondern auch, dass es unter Umständen möglich sei, mit bis zu zwei ganzen Silber pro Arbeitstag entlohnt zu werden. Da es im Umfeld der Angeklagten aber anscheinend häufig recht turbulent zu zugehen beliebt, scheint uns dies doch ein zwar hoher, aber dennoch in Relation gesehen angemessener Sold. Zusätzlich zu besagter finanzieller Entlohnung, können sich verletzte Arbeitnehmer als lebendes Schauobjekt für akademische Fortbildungskurse mit klangvollen Titeln, wie: „Schmerzforschung“ oder „Fleischereihandwerk –früher und heute“ melden, wo sie dann unentgeltlich und unter großer Anteilnahme versorgt werden. Recht so!, sagen die Schafrichter, von der Anklage des verschwenderischen Umgangs mit Gehältern, sind die Falkenauer Magister demzufolge frei zu sprechen.

- Widmen sich die Akademiemitglieder in zu euphorischer Weise der Vernichtung des Feindes Alkohol?

Bevor wir dazu etwas sagen, wollen wir uns unkommentiert folgende Fundstücke aus dem Nebelwolfforum zu Gemüte führen und auf uns wirken lassen:

„Der Name der Akademie lautet auf Bosparano: Academia pugnae arcanae contra tenebras ad vallem falconis“ (geschrieben von Johann)

Hierauf die Antwort:

„ Oh Gott, ich glaube, dass passt nicht auf den Akademiehumpen… Ich fürchte, wir müssen auf Weizenbier umsteigen!“ (geschrieben von Andreius)

Wiederum Johann:

„Oder wieder aus Blumenvasen trinken, wie auf dem Falkenau I…“

Erhellend, nicht wahr? Besagter Adeptus Minor Johann von Schattental, führt unter anderem folgenden Spruch in seiner Signatur:

„Verlinkte Fotos stellen mich dar, als hätte ich ein Alkoholproblem.“

Von mehr als einem zuverlässigen Zeugen wissen wir des Weiteren, dass mindestens einer der Magister für panikartige Ausbrüche unter den Angestellten sorgt, wird er in der Nähe von fremden Biervorräten gesichtet. Hier stellt sich die Sache klar und deutlich dar, wie ein geleertes Weinglas: Schuldig auf der ganzen Linie!

Nun zu den namentlich genannten Verdächtigen. Als erstes nehmen wir „Seine Magnifizenz Dijarion Pataris zu Inharrant“ unter die Lupe. Ist er tatsächlich so überheblich und lehrerhaft, wie behauptet?

Betrachten wir einmal seinen Umgangston:

Mitmenschen, welche er als niederer im Range als den seinigen wähnt – und das schließt nur äußerst Wenige aus – adressiert er stets mit den freundlichen Worten: „Junger (hier Namen des Angesprochenen einfügen)!“ Gefolgt von einem maßregelnden Redeschwall. Es ist ihm dabei gleich, ob es sich bei seinem Gegenüber um einen kampferprobten Paladin, einen tatsächlich jungen Adepten, oder eine zweihundertjährige Elfenpriesterin handelt. Mit dem Unterschied natürlich, dass er letztere „Junge (Hier Namen der Elfe einfügen“) nennen würde. Vorweg, so wurde berichtet, ertönt oftmals ein lautes „UiuiuiuiUI!“, was die Sache nicht besser macht. Ja, seine Magnifizenz ist oberlehrerhaft, ohne Aussicht auf Besserung.

Wie verhält sich die Sachlage bei dem bereits mehrfach zitierten Hexer, „Adeptus Minor Johann von Schattental“? Ist es wahr, dass er selbst geringfügige Zauber großartig verbalisiert, unterstützt von weit ausholenden Gesten? Ja. Mindestens einer der Schafrichter war bei solch einer Gelegenheit höchst selbst anwesend und bezeugt dies unter Eid. Mehrere Unabhängige beobachteten dieses Verhaltensmuster auf einem offiziellen Magierturnier, dem zu Folge ist an den Fakten nicht zu rütteln. Aber verletzt er auch Verbündete?

Wir befragten diesbezüglich einige Patienten des „Weidener Spezialklinikums für Brandopfer“, konnten aber weder durch Drohungen noch gute Worte an verwertbares Material kommen. Im Zweifel also für den Angeklagten, dessen im Forum geäußerter Satz: „Na ja. So ganz ans Regelwerk hält sich ja Niemand…“, allerdings nicht dazu beiträgt, letzte Zweifel auszumerzen.

Das Urteil:

Die „Falkenauer Akademie des arkanen Kampfes wider die Finsternis“ wird unter Einbeziehung der dem Gericht vorliegenden Fakten und eidesstattlichen Zeugenaussagen schuldig gesprochen:

„des dekadenten, sowie sturen Lehrens und Lernens von welchem sie nicht einmal in Zeiten der Krisen und größten Not, abzubringen sind“, hiervon ausgenommen ist ein gewisser Lehrling namens „Wes“.

Sowie des Weiteren:

„der Einschränkung des völkischen Wohlbefindens, in Form von übermäßiger Bier-, Wein- und Metvernichtung“.

Freigesprochen wurden die Angeklagten von:

„dem Verdacht auf Verschwendung und Anbiederung bei Angestellten“.

Seine Magnifizenz Dijarion Pataris zu Inharrant“, ebenso wie „Adeptus Minor Johann von Schattental“, sind komplett und in allen ihnen zur Last gelegten Punkten, sowie in wahrscheinlich noch einigen anderen, als schuldig zu erachten, und sollten sich was schämen.

Folglich ergeht im Namen des Larpvolkes folgendes Urteil:

Die „Falkenauer Akademie des arkanen Kampfes wider die Finsternis“, wird rechtmässig dazu verurteilt, bei nächster sich bietender Gelegenheit, ein “Söldner Dankesfest” auszurichten, bei welchem sie die armen Schweine zu huldigen haben, welche sie unter Einsatz ihres Lebens vor Unbill während der Mahlzeiten bewahren.

Des Weiteren haben Herr Johann von Schattenthal und Herr Dijarion Pataris, laut Dekret, gemeinsam und vor Publikum, eine Vorlesung über das Thema “Bescheidenheit - Zierde und Bürde des arkanen Standes”, zu halten.

Die Sitzung ist hiermit geschlossen.

13.10.2007

Untersuchung und Urteil über “Die Gilde”

Angeklagter: “Die Gilde”

Wohnhaft in: http://larpgruppecoburg.foren-city.de/

Denunziert von: Rochus Goldfang

Die Anklage:

Die Larpgruppe “Die Gilde” wird angeklagt, sich selbstherrlich “Die Gilde” zu nennen, womit sie sich laut Kläger einen unverdienten Status beansprucht.
Des Weiteren wird ihnen zur Last gelegt, Gewandungsentehrung zu betreiben, womit sie sich, sollte der verdacht bestätigt werden, in höchstem Maße strafbar machten.
Als letzter Punkt wird angeführt, dass gewisse Anzeichen auf einen Pakt mit üblen Mächten hinweisen dürften.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

“Die Gilde” wurde, laut einschlägiger Medien (Neue Presse Coburg), von den Subjekten Benno Scheler, 19, Franz Aschenbrenner, 19 und Matthias Matzke, 27 gegründet, angeblich mit dem Ziel, die Organisation von Cons zu erleichtern, und Anfängern den Einstieg ins Larp so leicht wie möglich zu machen.
Ihr Unwesen treibt “Die Gilde” derzeit mit 52 Usern in ihrem Forum http://larpgruppecoburg.foren-city.de/ , die Gründung eines Jugendarbeit leistenden Vereins ist angedacht, denn so “Die Gilde”: “LARPen fördert sowohl Gemeinschaftssinn, Teamfähigkeit und Rhetorik als auch Fantasie und Kreativität. Zudem bewegt man sich, ist oft an der frischen Luft und eignet sich möglicherweise neue Fertigkeiten an, zum Beispiel für handwerkliche Arbeiten.“.

Eine weitere treibende Kraft in diesem Pakt mit dem Bösen, scheint Franz´ Mutter zu sein (Frau Aschenbrenner, vermuten die Schafrichter, Alter unbekannt), denn sie ist sich nicht zu schade, Gewandungen zu nähen und das Fernbleiben der Jugend von Gewalt verherrlichenden Computerspielen zu bejubeln.
Doch auch sie sieht durchaus die Gefahr, dass „Jugendliche, die noch nicht so gefestigt sind“, sich zu sehr in die Rollenspiele hineinsteigern und so einen Realitätsverlust erleben könnten.

- Gibt es Anzeichen für einen Pakt mit “Üblen Mächten”?

Aus einem Zeitungsbericht entnehmen wir, dass sich “Die Gilde” angeblich “ausdrücklich von Sekten und Okkultismus” distanziert, denn „alles ist ein Spiel und fiktiv“. „Es gibt eben auch Priester-Charaktere, die beten dann ihre selbst ausgedachten Götter an“, erklären die drei Gründer der Gruppe. „Vor Verletzungen braucht auch niemand Angst zu haben, denn alle Waffen sind gepolstert und ungefährlich. Ansonsten würde ja auch die gemütliche und freundliche Atmosphäre eines Cons zerstört werden.“

Ja, sagen die Schafrichter, so eine ernsthafte Fleischwunde oder ein doppelter Knochenbruch, könnten durchaus die “gemütliche und freundliche Atmosphäre” zerstören. Ob man allerdings der Distanzierung von Sekten und Okkultismus Glauben schenken darf, solange “selbst ausgedachte Götter” angebetet werden, ist fraglich. Selbst erdachte Götter sind wohl die hinterlistigsten, anspruchsvollsten und am schwersten zu kontrollierenden Größen im Reich des Glaubens und somit mit Vorsicht zu huldigen.

Nachdenklich stimmt unter anderem auch, dass das Gildenforum von einem bluttriefenden Bild optisch dominiert wird, welches aufreizend “Nose Bleed” tituliert wurde. Sehr verdächtig und lässt auf grausame Rituale unter dem Deckmäntelchen der Nasalscheidewandinsuffizienz schließen.

Unter “Organisatorisches”, dem ersten Thread auf der Forumsseite, findet man dann auch sogleich ein ominöses “Gutes Angebot”, in welchem von “Vorzugspreisen”, “Deal” und “…stehen wir Euch jeder Zeit gerne zur Verfügung” die Rede ist. Hm! Ob es sich hierbei wohl um einen Vertrag handeln mag, der mit Blut zu unterzeichnen ist?

Des Weiteren findet sich noch ein verzweifelt klingender, gesperrter (!) Aufruf: “Suche Großmeister!” Na, wenn das mal kein Hinweis ist.
Alles in Allem liegt also der Verdacht nahe, dass “Die Gilde” weder so hehr, noch so rein ist, wie sie es uns glauben machen will, und auch ihre demonstrative Negierung vom Hang zu Sekten und Okkultismus ist mit Vorsicht zu genießen. Spielerische und fiktive Dämonenanbetung ist auch nicht ohne! Sobald wir auch nur ein Mitglied bei der nächtlichen, unbekleideten Blutopferung erwischen, sind sie dran. Allesamt!

-Beansprucht “Die Gilde” durch ihren Namen einen Status, der ihr nicht zusteht?

“Die Gilde” nannte sich selbst “Die Gilde”, soviel steht fest. Allerdings nannte sie sich nicht “Die Obergilde”, “Die einzig rechtmäßige Gilde“ oder „Die Gilde, die besser ist, als alle anderen Gilden“. Folglich ist ihre Namensgebung einfach nur ebenso kreativ, als nannte sich eine Band „Die Band“ oder wir unseren Hund „Der Hund“. Sollten sie allerdings darauf verfallen, sich demnächst in „Die Gilde“ umzubenennen, so sieht die Sache anders aus. Hier ist ein Auge für Details gefragt, welches die Schafrichter natürlich besitzen. In einschlägigen Suchmaschinen sind sie so jedenfalls recht schwer ausfindig zu machen, denn „die Gilden“ gibt es zu tausenden.
-Die schwerwiegendste Anklage: Ist „Die Gilde“ schuldig, Gewandungsentehrung begangen zu haben?
Der Denunziant machte uns auf gewisse Missstände in Sachen Gewandung innerhalb der Gruppe aufmerksam, etwas, dem wir selbstredend sofort nachgehen müssen.

Leider vermeidet es „Die Gilde“ ganz meisterlich, Fotos ihrer Auftritte der Öffentlichkeit und somit auch dem hohen Gericht zugänglich zu machen. Aber, wir haben recherchiert! Folgendes ist uns dabei in die Hände gefallen:

Bild der LARP-Gruppe Die Gilde

Tja, nun! Das sind sie also, die stolzen Herren Gildengründer. Was soll man dazu sagen?
Vieles! Und zwar:
Ihr bösen, böööösen Gewandungsentehrer! Was macht denn der Magier da mit dem Plattenkragen, hm? Der trägt ihn, und zwar recht ungeniert. Und warum hat er ein Sofa an?
Es scheint, als warte der Alchimist stoisch auf Jemanden, der sich auf das interviewen von Vampiren versteht, so wie er da in seinem Renaissance-Mantel herumlungert…
Über den neunzehnjährigen “Samurai-ähnlichen Krieger”, wie ihn die Presse nennt, möchten wir alllerdings, ganz entgegen unserer sonstigen Art, nichts sagen. Der ist noch Teenager, und darf deswegen Sachen tragen, die andere ärgern. Das liegt sozusagen in der Natur seiner Altersklasse und ist somit gerechtfertigt.

Was hören wir da? Einspruch? Weil der Alchimist auch erst neunzehn sei, sollen wir auch über ihn schweigen?

Abgelehnt! Laut Gewandungssatzung ist er entweder Vampir oder Adliger (oder wahrscheinlich beides), und weder das Eine noch das Andere, hat mit Nachsicht zu rechnen. Sollte es sich allerdings wider Erwartens bei selbiger Person nicht um eine blaublütige oder gar blutleere handeln, so verstösst sie eindeutigst gegen Paragraph 45, Absatz f, welcher da lautet:

“Individuen mit Fell besetztem Mantel, weissem Rüschenhemd und Ziegenbärtchen haben unter allen Umständen einen Degen zu führen, es sei denn, sie sind
a) Vampir, oder
b) von Adel und nicht in der Lage mit Stichwaffen umzugehen.”

Ende der Diskussion. Gewandungsentehrer, durch und durch, diese Gilde.

Das Urteil:

Die Beweisführung ist nunmehr abgeschlossen. Die Schafrichter kamen zu folgendem Urteil:

“Die Gilde” wurde mangels handfester Beweise freigesprochen von der Anschuldigung, einen dunklen Pakt mit den niederen Höllen, höheren Dämonen oder gar finsteren Göttern eingegangen zu sein. Der ein- oder andere Kobold mag seine Hand im Spiel haben, aber darüber sei hinweg zu sehen.

Weiterhin konnte ihnen in diesem Verfahren nicht angehängt werden, prahlerische Statusanmaßung betrieben zu haben, in dem sie sich “Die Gilde” nennen.

Allerdings werden sie in hohem Maße für schuldig befunden, “Gewandungsentehrung” auf mittlerem Niveau zu betreiben, weswegen wir uns dazu gezwungen sehen, zumindest die drei Gründungsmitglieder zu je 10 Stunden Internetrecherche, zu den Themen: “Gewandung selber machen”, “Gewandung kaufen” und “Gewandung rollengerecht abändern”, zu verdonnern.

Die auferlegten Strafen sind binnen drei Monaten abzuleisten.

Ende der Gerichtsitzung.

Untersuchung und Urteil über “Blutraben” und “Schwarze Hunde”

Angeklagter: die “Blutraben” und die “Schwarzen Hunde”
Wohnhaft in:
“Schwarze Hunde”: http://galandriel.ga.funpic.de/index.php
“Blutraben”: http://www.blutraben.net

Denunziert von: Helga ab Rhonawyn

Die Anklage:

Die Gruppen der “Schwarzen Hunde” und der “Blutraben”, werden hiermit angeklagt, in einem gemeinsamen Akt, ein von den Göttern selbst auf Erden gesandtes Schinkennudelrezept  mit Spott bedacht und verschmäht zu haben. Dies würde nachweislich unter den Tatbestand der “blasphemischen Nahrungsaufnahmeverweigerung”, so wie den der “religiös begründeten Verfolgung von andersgläubigen Köchen” fallen.
Des Weiteren wird ihnen zur Last gelegt, in lästerlicher Art und Weise, ihre Überlegenheit in der Speisezubereitung propagiert zu haben.
Zugetragen hat sich die Straftat laut Denunziant im Lande Mythodea.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Aufgrund vorliegender Indizien sieht es das hohe Gericht als unabdingbar, zu vorerst die geistige Gesundheit der Angeklagten in Bezug auf das Thema “Nahrung” zu überprüfen.
Dem Verfasser einer Ausschreibung für ein Eintageswandercon, in Zusammenarbeit mit den Blutraben, schien es angebracht, folgenden Zusatz in seinen Regeln zum Spiel zu veröffentlichen:
“Aus organisatorischen Gründen weisen wir darauf hin, dass es untersagt ist, nackt mit Wackelpudding beschmiert durch den Wald zu laufen und sich von einer Meute Hunde jagen zulassen – Eichhörnchen sind jedoch vollkommen okay.”

Das lässt tief blicken, sagen die Schafrichter! Man kann also mit Fug und Recht annehmen, dass mindestens einem der Söldner nicht ferne läge, seinen entblößten Körper in forstwirtschaftlich nutzbarer Umgebung mit Lebensmitteln zu beschmieren, vermutlich zum persönlichen Lustgewinn.

Aus demselben Dokument möchten wir als “Grund zur Telnahme an kriegerischen Aktivitäten”, diese Aussage zitieren:
“Wer braucht schon einen Grund, wenn´s Muffins gibt?”
Nun ja, so etwas lässt doch gewisse Zweifel aufkommen…
Von einem dem Gericht namentlich bekannten Ork der “Schwarzen Hunde” wiederum, stammt diese Aussage:
“Göttliche Schinkennudeln”… tz tz tz da war nichma Blut dabei, wie soll sowas schmecken?
auch keine Maden, keine Elfenohren; wobei Moment…in dem verschimmelten Gemüse könnten doch Maden gewesen sein…”
Laut Amtsarzt, sind Blut, Maden, schimmeliges Gemüse, sowie Elfenohren essentielle Bestandteile eines ausgewogenen Ernährungsplans für eine Person diesen ethnischen Ursprungs. Hierzu also keinerlei Beanstandungen von Seiten der Schafrichter. Insgesamt ist die Einstellung beider Söldnerhaufen nach intensiver Recherche allerdings bestenfalls “bedenklich” zu nennen.
Wollen wir uns nun also der eigentlichen Anklage zuwenden.
Liegt der Tatbestand der “Blasphemischen Nahrungsaufnahmeverweigerung” vor?
Da bis zum Zeitpunkt des Verhandlungsbeginns nicht nachgewiesen werden konnte, ob es sich bei besagten “Schinkennudeln” tatsächlich um ein Rezept göttlicher Herkunft handelte, und der zubereitende Koch und Kläger ein Kobold ist, müssen die “Schwarzen Hunde”, sowie auch die “Blutraben” in diesem Punkt, nach einstimmiger Meinung des Hohen Gerichtes, freigesprochen werden, denn ein Paragraph in unserem “Großen Handbuch der Rechtssprechung” besagt:
“Sofern kein göttlicher, ritueller, militärischer oder gar elterlicher Zwang vorliegt, sei es einem Jeden gestattet, sich ohne Angabe von Gründen der Aufnahme von Nahrung für einen medizinisch unbedenklichen Zeitraum zu verweigern.”
Eine klare Sache.
Besteht der Verdacht auf “religiös begründete Verfolgung andersgläubiger Köche”?

Auch hier ein Freispruch auf ganzer Linie! Es konnte nicht belegt werden, dass eine der Gruppen, oder ein oder mehrere Mitglieder derselben, die koboldische Köchin verfolgt hätten. Weder bewaffnet, noch sonst wie, und wenn, dann nicht über längere Strecken und schon gar nicht erfolgreich, denn sonst hätte sie diese Anklage wohl post mortem einreichen müssen.

Das Urteil

Die Söldnerhaufen “schwarze Hunde” und “Blutraben” sind hiermit rehabilitiert, ihr schlechter Ruf rechtens wieder hergestellt und in die Freiheit entlassen.
Zwar wurde von Uz´Zog, orkischer Infanteriekoch der Blutraben, eine Gegenklage erhoben. Da diese allerdings nicht auf rechtlichem Weg stattfand und Orks darüber hinaus von angeblich “schimmeligen Unkrautes” kaum zu vergiften sind, wurde die Gegenklage kommentarlos abgewiesen.
Die Kosten des
Verfahrens trägt der Steuerzahler.

Untersuchung und Urteil über die Goldfänge

Angeklagter: die “Goldfänge”
Wohnhaft in: www.goldfaenge.de
Denunziert von: Tohen

Die Anklage:

Der Söldnerhaufen “Goldfänge” wird angeklagt, durch ihr Treiben selbst Sodom und Gomorrha in den Schatten zu stellen, des weiteren unterstellt man ihnen, den Ahnungslosen sinnverwirrenden Alkohol zu kredenzen, lästerliche Lieder zu grölen, sowie Frauen und andere Dämonen und Unholde in unsittlicher Weise zu präsentieren.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Soweit aus der Homepage ersichtlich, besteht der Söldnerhaufen “Goldfänge” derzeit aus 21 käuflichen Kriegern beider Geschlechter, die meisten von ihnen Nachnamenlos, unter der Führung des Hauptmannes Berack.
In der Hierarchie folgen 2 Meister und das Fußvolk, unter welchem sich auch - die Götter sind unsere Zeugen -  ein Priester, zwei kräuterkundige Weiber und ein Feldscherer befinden.
Die Schafrichter wollen nun auf Ihre gewohnt sachliche und unparteiische Art ergründen, in wie fern die gegen sie ausgesprochenen Beschuldigungen zutreffend sein mögen.

-Stellen die Goldfänge-Söldner selbst Sodom und Gomorrah in den Schatten?

Beginnen wir, wie es in solchen Berufsklassen wohl dienlich sein dürfte, mit der Arbeit. Hauptmann Berack hat selbst nachweislich das Statement abgegeben: “Wir kämpfen gerne, egal für wen (und sag´s auch deinen Freunden)”. So ist das also? Ein Arbeitsverhältnis mit dem Grauen Lager während des Drachenfestes einzugehen, lehnten die Goldfänge immerhin ab, angeblich aus “terminlichen Gründen”. Es hieß ja auch egal für wen, nicht egal wann.
Wenn sie dann aber kämpfen, so sind alle Beteiligten, Freund der Feind anscheinend gleicher Maßen begeistert. Aus fraglicher Motivation heraus? Wir zitieren aus dem Gästebuch des Haufens:

“Noch mal an alle: das war mega mit euch wir freuen uns mit euch wieder in die Schlacht zu ziehen und bringt mal eure Weibsbilder wieder mit xD *hrhr* bis dann gruss Die Bruderschaft “.

Bildlich festgehaltene und nur schwer zu negierende Beweise für den Hang der Angeklagten zu größeren Waffenanhäufungen liegen den Schafrichtern vor und sind hier  einzusehen.
Doch was tun die Goldfänge in jenen seltenen Momenten, in welchen sie nicht ihre Klingen im Blute ihrer Feinde baden? Dem aufmerksamen Untersuchungsrichter entging keineswegs die Häufung der Worte “Gelage” und “Tavernen”. Auch vom “saufen” ist ab und an die Rede, was zu einem späteren Zeitpunkt wohl noch von Relevanz sein dürfte. Zumindest eine feste Freundin konnte bewiesen werden, welche die Sache allerdings in der Gesamtmenge nicht weniger sodominös oder gomorrischer macht.
Entlastend sei die öffentliche Aussage eines Söldners im Goldfängeforum zu werten:

“Ich hab nen Pflaumenbaum. Der ist nun gut reif und bereit zum Ableeren. Wenn jemand Interesse hat, kann er ihn unter der Woche gerne ableeren und die Pflaumen behalten.”.

Dies lässt doch zumindest die Vermutung zu, dass nicht alle in diesem Haufen nur blutrünstige, mordgierige Gesellen sein können, denn “Wer Pflaumen verschenkt, der hat auch einen guten Kern”, wie das Sprichwort sagt.

-Kredenzen die Goldfänge den Ahnungslosen sinnverwirrende, alkoholische Getränke?

Definitiv. Das Gericht war in der Lage, mehrere glaubwürdige Zeugen zu beschaffen, welche unter Eid aussagten, dass dies der Wahrheit entspräche. Unter ihnen befinden sich Barden, weitere (mit den Angeklagten unverwandte) Söldner und sogar junge Damen. Für ahnungslos erklärten sich alle Befragten unisono. Des weiteren wird in der eigenen Hymne der Genuss von Alkohol propagiert und als richtig dargestellt. In diesem Punkte müssen also keine weiteren Ermittlungen getätigt werden.

-Gröhlen die Goldfänge lästerliche Lieder?

Auch hier mussten die Schafrichter recht schnell zu dem Entschluss kommen, dass der Denunziant nur die reinste Wahrheit sprach. Wir verweisen auf das so genannte “Goldfänge Lied”, welches (in Auszügen) folgendermaßen lautet:

“HeHo wir sind Goldfänge
HeHo mit großem Gehänge
HeHo wir sind Goldfänge
Ja! uns kann man mieten!!”
Sehr lästerlich, recht liderlich, entsetzlich und widerlich, voll Schmutz und obszön… Aber schön!

-Der letzte Anklagepunkt: präsentieren die Goldfänge Frauen, Dämonen und Unholde in unsittlicher Weise?

Das Gericht hat es außerordentlich bedauert, während seiner Beweisaufnahme zwar ausgesprochen attraktive, aber nichts desto trotz, nur vollständig bekleidete Damen ausfindig machen zu können. Dämonen waren keine zu entdecken, Unholde dafür um so mehr, aber auch diese sittsam verhüllt. Diese Beschuldigung wird also als haltlos fallen gelassen.

Das Urteil:

Die Beweisführung ist somit beendet und die Schafrichter werden nun zu einem Urteil kommen:
Die angeklagten “Goldfänge” werden schuldig gesprochen in folgenden Punkten:
-Der Annährung des eigenen Lebenswandels an Sodom und Gomorrah.
-Dem Verführen von Ahnungslosen zu dem Konsum von sinnverwirrenden Getränken.
-Dem grölen von lästerlichem Liedgut.
Freigesprochen, mangels Beweisen, werden die Goldfänge bedauerlicher Weise von der Beschuldigung, sie hätten Frauen, Dämonen und andere Unholde unsittsam zur Schau gestellt.
Hiermit verurteilen die Schafrichter den Söldnerhaufen “Goldfänge” dazu, die Rechtsprechenden auf ihrem nächsten Gelage zu Ehrengästen zu ernennen und ihnen für diesen Zeitraum alle verfügbaren Annehmlichkeiten des Söldnerlebens zu ermöglichen.
Die Verhandlung ist geschlossen.

Untersuchung und Urteil über “www.Inlarp.de”

Angeklagter: die “Larp community inLarp”
Wohnhaft in: www.inlarp.de
Denunziert von: einem Schafrichter

Die Anklage:

Die “Larp community inLarp” wird angeklagt, sich selbst, ohne vorherige Absprache mit dem hohen Gericht voreilig und selbstherrlich “Sammelbecken für alle Arten von Informationen zum Thema Larp” genannt zu haben.

Die Untersuchung des Falles, samt Beweisaufnahme:

Gegründet wurde inLarp Anfang des Jahres 2006, von zwei Menschen, die sich “Tarant” und “Tohen” nennen, zu der Gruppe “Latratores” gehören und beide seit mehreren Jahren Ihr Unwesen in verschiedenen Sphären treiben. In dieser Kombination sind sie gemeinhin auch bekannt als “Die unheilige Allianz”, wie uns aus zuverlässiger Quelle zugetragen wurde.  Vor Gericht plädieren sie auf Unzurechnungsfähigkeit.
InLarp wurde erschaffen mit dem Ziel, Allgemeine Informationen zum Thema Larp, Berichte von Cons und Bauanleitungen zu sammeln, oder einfach nur um einen Austausch zwischen Larpern zu fördern.
Gefragt, wie sie das denn anzustellen gedenken, bekam das Gericht folgende, schriftliche Aussage:
“Wir haben den Vorteil unsere beruflichen und in unserer Ausbildung
erworbenen Kenntnisse (hauptsächlich sind das “Tippen mit 8 Fingern” und
“Saugen an kleinen Knöpfen”) einfließen lassen zu können.”
Und nun wollen wir mal sehen, ob sie auf ihrer Seite auch genau tun, für was sie steht, oder ob sie einfach nur Leichtgläubige in die Irre leiten. Und “an kleinen Knöpfen saugen”…tststs.
Der Besucher findet folgende Kategorien:
(Kommentiert und Dokumentiert von den Schafrichtern höchstselbst!)

- Larp Forum (mit zu diesem Zeitpunkt exakt 118 registrierten Benutzern, welche 2180 Beiträge geschrieben haben)

“Austausch zwischen Larpern” fördern? Gut, tut der Angeklagte mit besagtem Forum. Aber müssen es tatsächlich wieder jene alt hergebrachten Themen wie: “LARP allgemein”, “Charaktere und Konzepte” und die allseits vorhandene “Laberecke” sein? Zugute halten muss man dem Angeklagten, dass er auf einen so genannten “InTime-Bereich” verzichtet, womit er uns eventuell äußerst sanftmütig stimmen könnte. Aber sehen wir weiter…”

-Cons (13 Beiträge von unterschiedlichen Autoren)

“Das selbstgesteckte Ziel “Berichte von Cons”, wurde eindeutig in Angriff genommen. Könnten mehr sein, aber was will man machen?”

-Der Marktschreier (18 Beiträge über unterschiedliche LARP-Händler)

“Materialschlacht bei Hammer und Amboss”, “Günstiger Wollmantel für die kalte Zeit”? Nun ja, nun ja…Etwas mehr Mut zur Bewertung der Händler, bitteschön! Werbung können wir auch ohne Euch lesen. Wir wollen, dass Ihr Kritisiert, in den Himmel lobt, verdammt, belächelt und wärmstens empfehlt. Material ist ja wohl genug vorhanden! Aber immerhin…”

-inLarp Ankündigungen (3 Beiträge)

“Wie jetzt, mehr hat der Angeklagte nicht anzukündigen? Seit 2 Jahren im Geschäft und 3 mickerige Bekanntmachungen über die eigene Seite? Von denen eine auch noch lautet: “inLarp ist online!”?!
Na, na, na, das geht auch anders! Ein Portal in Sachen LARP hat doch wohl so einiges anzukündigen, oder etwa nicht? Das könnte den lieben, langen Tag praktisch gar nichts anderes tun, als ankündigen. Zum Beispiel: “Ich kündige an, dass ich noch eifrige Schreiberlein brauche, die hier mitschreiben, damit ich nicht alles alleine tun muss.”, oder “Ich kündige an, dass ich demnächst mehr anzukündigen haben werde.” und natürlich: “Ich kündige an, dass ich vor die Schafrichter gezerrt wurde, lest das gefälligst!”. Seht Ihr, so geht das.”

-LARP Allgemein (22 Beiträge, auch von unterschiedlichen Autoren)

“Ja, ja, da machen wir es uns mal wieder schön einfach, nicht wahr? Fällt ja praktisch alles unter diese Kategorie. Aber Themen wie “LARP als Hobby im Lebenslauf?”, “Fantasyporno?!” und vor allem “LARPer stinken!”, lassen die Schafrichter milde lächeln. Und der Angeklagte erfüllt die Auflage “Allgemeine Informationen zum Thema LARP”. Sehr gewieft.”

-Bauanleitungen (1 einziger, kleiner Beitrag)

“Was? Mehr wird nicht gebauanleitet? Ein “Kettenhemd berechnen” ist ja schön und gut, aber dieses Hobby lebt vom basteln und bauen! So geht das nicht weiter. Der Angeklagte scheint seinen Besuchern Tipps vorzuenthalten, denn wie man eine Pömpfe schnitzt, wird ja ja zumindest wissen und ergo vertuschen. Wenn man nix weiß, dann erfindet man halt was, wie “Wie baue ich mir eine Tüte mit reiner InTime-Wirkung” oder “Baut alle mit, am Katapult des Schreckens!”. Müssen hier die Schafrichter denn alles alleine machen?!”

-Larprezepte (auch nur 1 Beitrag)

“Seufz. Und sei es nur “Tütensuppen für Dosenträger”, “Pampe kann man aus Allem machen - Zeitgenössische Orkküche”, mehr, als ausgerechnet “Die Herstellung von Kunstblut”, sollte doch aufzutreiben sein, nicht wahr? Gehört nach Meinung des Gerichts auch eher in die Bastelabteilung, es sei denn, Vampire-Spieler werden explizit angesprochen. Dann aber mit Patchouligeschmack!”

Das Urteil:

“Nach einiger Beratung möchten die Schafrichter nun zu einem Urteil kommen.
Der Angeklagte “inLarp” hat guten Willen bewiesen, seine hochtrabenden Ziele zu erreichen und konnte uns doch weitestgehend zufrieden stellen. Seine Verweisung aus dem bekannten Forum www.larpforum.com beweist, dass er in der Szene überaus ernst genommen wird, auch wenn  seiner Entfernung aus der oben genannten Diskussionsplattform, ein humoristischer Artikel über Hilfesuchende im Bereich der InTime-gerechten Körperausdünstungen, zu Grunde liegt. Vor so etwas ziehen die Schafrichter ihren Hut, samt Perücke.
“Allgemeine Informationen zum Thema Larp” war massig zu finden, “Berichte von Cons” wurden veröffentlicht,  mit “Bauanleitungen zu sammeln” scheint der Angeklagte einige Schwierigkeiten zu haben, wohingegen er den “Austausch zwischen Larpern” sehr wohl fördert. Das Urteil soll dem entsprechen milde ausfallen:
InLarp wird mit sofortiger Wirkung dazu verdonnert, im Laufe des nächsten halben Jahres mindestens 5 weitere Bauanleitungen für LARPrelevanten Kram und wenigstens 5 neue LARPrezepte zu veröffentlichen und den Lesern zugänglich zu machen. Bis auf weiteres ist er auf Kaution auf freien Fuß zu setzen. Die Verhandlung ist hiermit geschlossen, denn die Schafrichter suchen nun nach dem besagten Fantasyporno, oder, sollte der nicht zu finden sein, erheitern sich mit all den feinen LARP-Videos auf der Seite des Angeklagten.”